"Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft." - Wilhelm von Humboldt

Samstag, 9. Mai 2015

Württembergische Zollstation in Bubenorbis

An der alten Salz- und Handelsstraße Richtung Schwäbisch Hall liegt rechterhand der heute zu Mainhardt gehörende Teilort Bubenorbis. Einst war dieses Dorf der westlichste Vorposten auf dem Territorium der alten Reichsstadt Hall. In Bubenorbis, direkt an der Handelsstraße, war die Zollstation von Württemberg.


Württembergisches Wappen über der Tür des ehemaligen Zollhauses



über den Fenstern des alten Zollhauses


Gasthof Traube in der Zollstation



Witzmannsweiler - Witzlisweiler - Witzisweiler

Meine Vorfahren Ursula Heuser (*um 1565) und Georg Heuser (*um 1535) sind in Witzmannsweiler geboren. Durch die frühere Schreibweise Witzisweiler und Witzlisweiler war ich lange auf der Suche nach dem Geburtsort meiner 11-fachen Urgroßmutter und meines 12-fachen Urgroßvaters. Doch "Mister Google" war wieder ein hilfreicher Freund.
Witzmannsweiler gehört - wie weitere 32 Dörfer, Weiler und Höfe - zur Gemeinde Michelfeld, westlich der Kreisstadt Schwäbisch Hall. Die Gemeinde hat Anteil an den Naturräumen Schwäbisch-Fränkische Waldberge und Hohenloher-Haller Ebene.


Frühlingswiese in Witzmannsweiler


Bauernhaus in Witzmannsweiler


Herz-Fensterladen


Schwalbennest


alter Sandsteinpfosten am Bauerngarten

Dienstag, 5. Mai 2015

Durch die Gassen des ehemaligen Oberamts Marbach


Allianzwappen am Torturm
Wappen Herzog Carl Alexanders von Württemberg & Teck und 
seiner Gemahlin der Fürstin Maria Augusta von Thurn und Taxis 


1697/98 erbaute Vogtei mit Herzogswappen über der Eingangstüre und 
Geburtshaus des "grossen Rechtslehrers" Dr. Carl Georg von Wächter (1797 - 1880)


Vogtkeller in der Strohgasse


Im Jahr 1700 erbaute "Geistliche Verwaltung" mit barockem Sandsteinportal, Herzogswappen und Herzogsinitialen Eberhard Ludwigs.


Kopfstein in der Strohgasse


Strohgasse


Hauseingang in der Strohgasse


Wappen am ehemaligen Physikat 
Nach der Zerstörung der Stadt anno 1693 wurde das Haus 1699 von Stadt und Amt 
Marbach für den Stadt- und Amtsphysikus (studierter Arzt) wieder aufgebaut. 


Kopfstein eines Wohnhauses, das bereits ein Jahr nach dem Stadtbrand 1693 von dem Schneider Johann Caspar Weinlen wieder aufgebaut wurde.


Kopfstein in der Marktstraße


Hauseingang in der Marktstraße


Hauseingang in der Holdergasse


Eingang zur Ölmühle Jäger


Bäckerei, erbaut 1700


Hauseingang in der Holdergasse


Kopfstein von 1793 - Holdergasse


Zunftzeichen in der Holdergasse


Kellereingang Holdergasse


Salzscheuer  mit Brauerei in der Holdergasse


Portraitplastik Christian Probst
Wohnhaus des Steinmetzen Christian Probst, der sich um 1700 mit 
Meisterzeichen, Initialen und Handwerkszeug selbst darstellte.


Wohnhaus der Familie Dentzell in der Niklastorstraße


Zunftzeichen


Apotheke in der Marktstraße - erbaut 1628


Oberamt Marbach


älteste farbige Darstellung des Stadtwappens in der Altstadt


Das Oberamt Marbach war ein württembergischer Verwaltungsbezirk, der 1938 aufgelöst wurde. Die Stadt Marbach war bereits seit dem 14. Jahrhundert Sitz eines Amts, zu dem neben der Stadt auch die Orte in der näheren Umgebung gehörten. Bis Ende des 15. Jahrhunderts rundeten weitere Erwerbungen den württembergischen Besitz an Neckar und unterer Murr ab.

Die 1866 vom "Königlich statistisch-topographischen Bureau Württemberg" herausgegebene "Beschreibung des Oberamts Marbach" gibt einen sehr umfangreichen Einblick in das Leben unserer Vorfahren im 19. Jahrhundert.
Von A wie Abstetter Hof bis Z wie Zwingelhausen sind alle Dörfer, Weiler und Höfe, die zum Oberamt Marbach gehören, beschrieben.



Montag, 4. Mai 2015

Beutelsbach - Auf den Spuren von Peter Gaiß







Der "Arme Konrad" vor Gericht - Bietigheim

Die Wanderausstellung des Landesarchivs Stuttgart in der Marbacher Volksbank ist beendet. Der "Arme Konrad" zieht weiter. Die nächste Station ist das Museum Hornmoldhaus in Bietigheim. Vom 17. Mai bis 20. September 2015 sind im Hornmoldhaus Kleidungsstücke der damaligen Bauern und Bürger – besonders dem Bundschuh, dem Symbol der aufständischen Bauern – zu sehen. Den gewaltsamen Umgang mit den Aufständischen und Friedensbrechern zeigen die damals eingesetzten Folterwerkzeuge ebenso drastisch, wie Richterstab und Richtschwert, die für die Gerichtspraxis dieser Zeit stehen.


Denkmal Peter Gaiß in Beutelsbach

Er ist ein Held und doch kennt ihn fast keiner mehr. Peter Gaiß, den alle nur den Gaißpeter nannten, ist am 2. Mai 1514 aus dem Schatten der Geschichte getreten und entfachte über Nacht einen revolutionären Flächenbrand in Württemberg. Man weiß zu wenig über Gaiß, um beurteilen zu können, ob ihn pure Not und Verzweiflung trieben, ob die Wut auf die Großkopfeten zu groß geworden war oder ob er schon immer zu aufrührerischen Reden neigte. Mutig war er jedenfalls: Peter Gaiß, ein Tagelöhner aus Beutelsbach im Remstal, der in einer einfachen Hütte gelebt haben soll, machte sich auf, Herzog Ulrich die Stirn zu bieten. 


Samstag, 2. Mai 2015

Witzlisweiler - Witzisweiler - Witzmannsweiler

Meine 11-fache Urgroßmutter Ursula Heuser (*um 1565) und ihr Vater Georg Heuser (*um 1535) sind nach verschiedenen Informationen in Witzlisweiler geboren. Nur war Witzlisweiler bisher nirgendwo zu finden. Selbst über Wüstungen (alte aufgegebene Siedlungen) gibt es noch Informationen, aber jede Suche nach Witzlisweiler war erfolglos, Witzlisweiler schien verschwunden zu sein. - Die Siedlung müsste im Raum Mainhardt gelegen sein, aber selbst der "Wanderwalter" brachte mich nicht weiter. Immer wieder kreuzen sich meine Wege mit dem Stammbaum "Familie Vollrath", der auch jetzt wieder den Knoten löste. Danke, Herr Vollrath!
Der Vollrathsche Stammbaum enthält Personen die in Michelfeld-Witzmannsweiler geboren sind, das kommt diesem "verschwundenen" Witzlisweiler schon sehr nahe. Der im Stammbaum enthaltene Kommentar "Wittib des Hans Schmaltz von Witzisweiler"  löste das schwierige Rätsel auf. Die alte Schreibform Witzisweiler oder Witzlisweiler ist also das heutige Witzmannsweiler, Teilort von Michelfeld, nördlich der Bundesstraße 14, der früheren Salz(handels)straße zwischen Mainhardt und Schwäbisch Hall.


Witzmannsweiler ist also das Ziel für meinen nächsten Ausflug in den Schwäbischen Wald !