"Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft." - Wilhelm von Humboldt
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Dienstag, 18. September 2018

Urach - Herberge 'Zum Goldenen Kreuz'

Einer meiner Lieblingsplätze im Südwesten ist das Café vom Beckabeck auf dem Uracher Marktplatz. Bei einer Sommertour auf die Schwäbische Alb gehört das Frühstück beim Beckabeck einfach dazu bevor die Fahrt auf die Albhochfläche geht. Der Uracher Marktplatz mit den mittelalterlichen Fachwerkhäusern ist einer der schönsten Marktplätze in Süddeutschland.
Und wenn auf dem Marktplatz beim Open-Air-Gottesdienst das uralte Lied von Paul Gerhard "Geh aus mein Herz und suche Freud in dieser lieben Sommerszeit ..." erklingt, kann ein Sonntag nicht perfekter sein.
Am Marktplatz befindet sich auch das Alte Oberamt, das in der Mitte des 15. Jahrhunderts erbaut wurde. 1568 wurde das Gebäude zur Herberge "Zum Goldenen Kreuz". Von 1812 bis 1938 hatte das Gebäude die Funktion des Oberamts.


Gasthaus "Zum Goldenen Kreuz" und später Oberamt Urach

Anno 1619 ist mein Vorfahre Johannes Spring, Fuggerscher Präfekt auf Burg Stettenfels und späterer Pfarrer in Oberstenfeld und Murr, in Urach geboren. Conrad Spring (1503 - 1583), Urgroßvater von Johannes Spring, ist Metzger und Gastgeber (Wirt) "Zum Goldenen Kreuz" gewesen: 'Er hat Haus und Herberge neben dem Kantengießer Eberhard Hüttenschmied'. - Zudem war er Armenpfleger, Ratsherr, Gerichtsverwandter und Hauptmann des ersten Stadtfähnleins (= Bürger der Stadt).
Dass ein familiärer Bezug zur ehemaligen Herberge "Zum Goldenen Kreuz" am Uracher Marktplatz besteht weiß ich erst seit heute. - Künftig wird das Albfrühstück beim Beckabeck mit Blick auf das Haus meiner Vorfahren noch viel besser munden.


.  M  .


Dienstag, 15. Mai 2018

Schwäbisch Hall - Kruzifix in St. Michael

Die Michaelskirche, die mit ihrer berühmten Treppe majestätisch über dem Marktplatz thront, wurde am 10. Februar 1156, im Jahr nach der Kaiserkrönung des Staufers Friedrich Barbarossa, vom Bischof von Würzburg  als romanische Basilika geweiht. 



St. Michael mit der berühmten Treppe
 auf der im Sommer Freilichtspiele stattfinden


Zu den herausragenden Werken der spätgotischen Kunst im Innern der Kirche gehört das überlebensgroße Kruzifix des Ulmer Bildhauers Michel Erhart. Es ist signiert und 1494 datiert.



Kruzifix von Michel Erhart - anno 1494

Michel Erhart, Bildhauer der Spätgotik, gehört zu meinen berühmten Vorfahren aus Ulm. Ich finde es immer wieder faszinierend, dass die Werke der Erharts nach über 500 Jahren noch sehr gut erhalten sind und in Kirchen und Museen besichtigt werden können. 


Donnerstag, 29. März 2018

Ulm - Kulturerbe Münsterbauhütte

Die Ulmer Münsterbauhütte gehört zum immateriellen Kulturerbe Deutschlands. Nächstes Jahr soll die Nominierung zum internationalen Kulturerbe folgen.
"Seit Jahrhunderten bewahren Dom- und Münsterbauhütten, wie etwa in Ulm, Freiburg oder Köln, Handwerkstechniken, tradiertes Wissen und Bräuche in Zusammenhang mit dem Bau und Erhalt von Großkirchen und führen diese bis in die Gegenwart fort", begründete die Deutsche UNESCO-Kommission die Entscheidung.
Die Ulmer Bauhütte zeigt mit ihren hochspezialisierten ausgebildeten Handwerkern, der lückenlosen Dokumentation und engen Verbindung zur Stadtgesellschaft, wie immaterielles Kulturerbe in Deutschland modellhaft erhalten und weitergegeben werden kann.


Münsterbauhütte in Ulm - rechts das Münster 

Mein Vorfahre Ulrich von Ensingen (1352 - 1429) war Baumeister der süddeutschen Gotik. Ihm wurde 1392 die Bauleitung am bereits 1377 begonnenen Ulmer Münster übertragen.
Sein Vorhaben, den höchsten Kirchturm des christlichen Abendlandes zu errichten, sprengte alles bisher Gekannte. Die geniale Konzeption seines Turmes brachte ihm eine Berufung nach Straßburg (1399) ein, ohne jedoch die Bauleitung am Ulmer Münster aufzugeben.
Sein Sohn Matthäus und die Enkel Vincenz und  Moritz waren ebenfalls am Bau des Ulmer Münsters und an anderen Kirchen beteiligt. Sie arbeiteten in Bern, Basel, Konstanz, Straßburg und am Martinsmünster in Colmar.
Das Ulmer Münster ist die größte evangelische Kirche Deutschlands, der 1890 vollendete Turm mit 161,53 Metern ist der höchste Kirchturm der Welt.



Freitag, 24. November 2017

Marbach - Rathmann & Rathmann

Der reiche Johann Sebastian Rathmann setzte sich und seinem Vater beim Bau seines Hauses Niklastorstraße 7 in Marbach ein Denkmal.
Sein Vater Johann Friedrich war von 1663 - 1688 Geistlicher Verwalter in Marbach. Er wurde 1624 in Göppingen als Sohn des königlichen Zollschreibers Bartholomäus Rathmann geboren und starb um Georgii 1688 in Marbach.
Die frei gewordene Stelle wurde an seinen Sohn Johann Sebastian vererbt, der nach dem Jurastudium Keller (Kellermeister) in Hoheneck gewesen war, er hatte die Stelle bis zu seinem Tod 1699 inne.


 Johann Sebastian Rathmann auf dem linken Konsolstein



Niklastorstraße 7 -  Baujahr 1699



Johann Friedrich Rathmann auf dem rechten Konsolstein




Donnerstag, 19. Oktober 2017

Johannes Spring - Burg Stettenfels

Breit, mächtig und weithin sichtbar thront die Burg Stettenfels über Untergruppenbach. Keiner kann sie übersehen der auf der Autobahn von Stuttgart aus nach Norden fährt oder sich von Heilbronn aus ostwärts in Richtung Löwensteiner Berge begibt. 




Im 11. Jahrhundert erbaut, war sie wohl ein Sitz der Calw-Löwensteiner Grafen. Im Laufe der Jahrhunderte hatte Burg Stettenfels zahlreiche Besitzer, u.a. Ritter Burkhard von Sturmfeder, Herzog Ulrich von Württemberg, die Bankiersfamilie Anton Fugger von der Lilie, Siegfried Levi, ab 1945 die amerikanische Vermögensverwaltung und 1951 erhielt Siegfried Levi seinen Besitz zurück. 
Seit 1994 kümmert sich der jetzige Eigentümer Architekt Roland Weimer um die dringend gewordene Renovierung. Die Nutzung der Burg ist vielseitig: Biergarten, Konzerte, Theater und die Festsäle werden vielseitig genutzt. Stettenfels ist heute ein Ort mit Tradition und besonderem Charme.




Johannes Spring, mein 9-facher Urgroßvater, war von 1639 bis 1644 "Fuggerscher Präfekt" auf Burg Stettenfels. Er war Hauslehrer beim gräflich fuggerischem Nachwuchs. Danach war er 56 Jahre lang Pfarrer in Oberstenfeld und Murr. Im August 1700, nur wenige Monate nach Beginn des Ruhestandes verstarb er in Steinheim im Alter von 81Jahren und wurde


"auf dem Gottesacker nächst bey der Kirche christlich bestattet".




Gedenktafel für Johannes Spring an der Martinskirche in Steinheim

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Von Hugenbeckenreute über Murr nach Buffalo

Hugenbeckenreute? Bis vor 10 Tagen noch nie gehört. Dabei war ich der Meinung, dass ich die Dörfer im  Schwäbischen Wald kenne, zumindest dem Namen nach.


Heute war ich also in Hugenbeckenreute und in Kirchenkirnberg zu dessen Pfarrei Hugenbeckenreute gehört. Unter dem großen Viadukt hindurch ging es weiter zur Laufenmühle, vorbei an rauschenden Wasserfällen, dann von der Landstraße rechts ab den schmalen Weg hinauf in den Weiler Steinbach ganz nah am Viadukt über das die Schwäbische Waldbahn fährt. Weiter ins Tal hinab nach Klaffenbach und weiter zur evangelischen Kirche nach Rudersberg. In diesem Teil des Schwäbischen Waldes scheint die Zeit stehen geblieben zu sein, um so krasser war es wieder in meine dicht besiedelte Heimat zu kommen.


Pfarrhaus in Kirchenkirnberg

Zu Hugenbeckenreute: Vor 10 Tagen kam eine Message aus USA wegen Maria Magdalena Blank, geboren 1826 in Murr, die in meinem Online-Stammbaum steht, aber nicht zu meinen Vorfahren gehört. Und so machte ich mich auf die Spurensuche.


Klaffenbach anno 1686 - Forstlagerbuch Andreas Kieser

Maria Magdalena heiratete 1852 den aus Klaffenbach stammenden Zimmermann Jakob Mayle. Sein Vater Johann Georg ist 1791 in Steinbach geboren, mehr als 100 Jahre bevor dort das Viadukt über den Strümpfelbach gebaut wurde. Die Mutter von Jakob, Salome Frank, ist 1794 in 'Hugenb......' bei Kirchenkirnberg geboren. Den Geburtsort konnte ich im Familienregister nicht lesen, selbst raten blieb ohne Erfolg. Hier konnte nur der Wanderwalter (wanderwalter.de) weiterhelfen, denn dort ist jede Mühle, jeder Bach und auch jeder Weiler zu finden. Und tatsächlich fand ich auf einer Waldlichtung ein Gehöft mit dem Namen 'Hugenbeckenreute'.


Hugenbeckenreute auf einer Lichtung im Schwäbischen Wald

Im Staatsarchiv Ludwigsburg gibt es eine topographische Karte aus dem Jahr 1831 mit dem Wohnplatz 'Hugenbeckenreute', der damals aus 2 Gebäuden bestand und 1764 erstmals erwähnt wurde. Drumherum ist der Eulenwald und der Sandwald.
In der Beschreibung des Oberamts Gaildorf aus dem Jahr 1852 wird der Wohnplatz auch genannt: Hugenbeckenreute auch 'Drehershof' genannt, auf einem Hügel, ein ganz kleines vor etwa 80 Jahren angelegtes Gut, 10 Einwohner.

Huckenbeckenreute ist also in den waldreichen Bergen, wo sich, wie wir aus dem Flachland sagen: "Fuchs und Hase gute Nacht sagen." - Wie muss es dort vor 200 Jahren gewesen sein? Dichter Wald, wenig Felder, unbefestigte Straßen und die Waldbahn gab es noch nicht. Und trotzdem fand Salome, Tochter eines Bauern aus Hugenbeckenreute, in diesem dünn besiedelten Gebiet ihren Ehemann aus dem Weiler Steinbach.


Steinbach vor dem Viadukt der Schwäbischen Waldbahn


uralte Scheune in Steinbach

Man kann vermuten, dass der junge Zimmermann bei Holzfällarbeiten von Steinbach am Strümpfelbach nach Hugenbeckenreute hinauf gekommen ist. Seinen Sohn Jakob, ebenfalls Zimmermann von Beruf, zog es weiter weg nach Murr im Oberamt Marbach.
Die Handwerker gingen nach Abschluss der Lehrzeit auf Wanderschaft. "Auf der Walz" konnten die Gesellen neue Arbeitspraktiken, fremde Orte, Regionen und Länder kennenlernen und Lebenserfahrung sammeln. Und so mancher Handwerkergeselle hat sich "auf der Walz" verliebt. So könnte es auch bei Jakob Mayle (*1822) und Maria Magdalena Blank (*1826) gewesen sein. - Drei ihrer vier Kinder verließen den Heimatort Murr und wanderten nach Nordamerika aus. Die Nachfahren der ausgewanderten Tochter Magdalena Friederike (*1855), die wenige Wochen nach dem frühen Tod ihres Vaters geboren ist, leben heute in Buffalo.


Johanneskirche in Ruderberg
zu dessen Pfarrei auch die Einwohner von Steinbach gehörten



Sonntag, 15. Oktober 2017

Maulbronn - Hermann Hesse & Bäbber


Was man so alles im Kloster-Shop Maulbronn findet,
gleich neben den Werken von Hermann Hesse.



Volksfeschd, Flädle, Butterbrezla,
Kehrwoch, Sauerkraut und Spätzle,
Hightech, Riesling, s'beschde Bier,
des senn Schwabe, so senn mir !


So ganz richtig ist der Swabenslang nicht, aber Nicht-Schwaben fällt es halt nicht so auf. Der Kabarettist Christoph Sonntag sollte halt noch etwas üben.

Der Kloster-Shop bietet außer einer großen Auswahl an Postkarten und schwäbischen "Bäbbern" *) außergewöhnlich viel Werke von Hermann Hesse an. - Der Grund dafür ist, dass Hermann Hesse das evangelisch-theologische Seminar im Kloster Maulbronn besucht hat. - Aber dort zeigte sich im März 1892 der "rebellische" Charakter des Schülers. Er entwich aus dem Seminar weil er "entweder ein Dichter oder gar nichts" werden wollte und wurde einen Tag später auf dem freien Feld aufgegriffen.

In seiner 1909 erschienene Erzählung "Unterm Rad" verarbeitet Hesse seinen Aufenthalt in Maulbronn. 


*) Bäbber - deutsch: Aufkleber


Donnerstag, 20. April 2017

Playmobil-Luther - Ausstellung im Kloster Maulbronn

Die Playmobil-Ausstellung in der Klosterkirche Maulbronn zeigt mit 166 Menschen- und Tierfiguren wichtige Stationen aus Luthers Lebensweg, der nicht nur aus dem berühmten Thesenanschlag bestand. Elf bedeutende Stationen seines Lebens wurden nachgestellt, beginnend bei einem Feld bei Stotternheim, dort gelobte er Mönch zu werden, wenn er das schwere Gewitter überleben sollte. Der Reformator wird auch als Familienvater gezeigt.


Die Wanderausstellung "Es begann mit Luther" ist vom 23. April bis 4. Mai 2017 in der Klosterkirche Maulbronn zu sehen.



Unter dem Deckengemälde des 8. Seitenschiffes der Klosterkirche ist das Epitaph meines 11-fachen Urgroßvaters,  Abt Melchior Volz (*1562 in Großbottwar +1625 in Maulbronn).



Abt Melchior Volz 

Abt im Kloster Maulbronn
Abt im Kloster Anhausen
Senior in St. Anna Augsburg
Landtagsabgeordneter
Berater des Herzogs



Montag, 17. April 2017

Ochsenwirte in Murr & Neckarwestheim

Am 11. Mai 1745 haben Johann Conrad Möbius (*1721 Kaltenwesten) und Maria Elisabetha Pfuderer (*1724 Murr) in der Peterskirche in Murr den Bund fürs Leben geschlossen. Das Ehepaar Möbius-Pfuderer lebte in Kaltenwesten (wurde 1884 in Neckarwestheim umbenannt).
Nach Kaltenwesten zu heiraten war vor rund 270 Jahren doch etwas außergewöhnlich, da man ja meist im Flecken oder in einem der Nachbardörfer seinen Ehepartner fand. Von Murr bis Kaltenwesten sind es zwar nur rund sechzehn Kilometer, aber damals nur auf unwirtlichen Wegen zu erreichen.
Wie, fragte ich mich, hat die Tochter des Murrer Ochsenwirts und Metzgers Johann Leonhard Pfuderer ihren im abgelegenen Kaltenwesten lebenden Ehemann "gefunden". - Das Kirchenbuch war des Rätsels Lösung, denn der Vater des Bräutigams, Johann Friedrich Möbius, war ebenfalls Ochsenwirt. Johann Conrad war Metzger und hat die väterliche Gastwirtschaft und Metzgerei  übernommen. Das sieht doch sehr nach arrangierter Ehe der beiden Väter aus. Leonhard Pfuderer lag wohl viel daran seine Kinder gut zu verheiraten.

Heute machte ich mich auf den Weg nach Neckarwestheim mit der Frage: gibt es dort noch das Gasthaus Ochsen?


Wirtshausschild vom Ochsen in Neckarwestheim

Den Ochsen an der Ecke Hauptstraße / Kirschstraße gibt es also noch, das alte etwas unansehnliche Gebäude beherbergt heute eine Sportsbar. Das weit ausladende Wirtshausschild ist noch sehr gut erhalten.


Nachbarhaus, das 1603 erbaut wurde



Turm der Gregoriuskirche

Die Gregoriuskirche, in der Johann Conrad Möbius anno 1721 getauft wurde, wurde im Jahr 1275 erstmals erwähnt. Von dem mittelalterlichen Bau ist nur noch der gotische Turm mit den Wasserspeiern erhalten. 1844 wurde unter Drehung des Längsschiffes die heutige Kirche erstellt.


Montag, 10. April 2017

Martin Luther und die Hexenverbrennung

Noch druckfrisch habe ich das neueste Buch von Dr. Heiner Geißler gelesen, innerhalb weniger Tage wurde es zum SPIEGEL Bestseller.

 
Kann man noch Christ sein,
wenn man an Gott zweifeln muss?
 
 
Er hat lange gezweifelt, ob er dieses Buch schreiben soll. Danke Herr Geißler, dass Sie doch den Mut hatten, denn Sie treffen mit Ihrer Frage "Wenn es einen Gott gibt, warum ist die Welt dann voller Katastrophen, Krankheiten und Kriege?" genau das Thema, dass immer mehr Menschen beschäftigt. Die Veröffentlichung seines Buches passt perfekt ins Lutherjahr.
 
Deutschland feiert ein Jahr lang Martin Luther und gönnt sich noch den Luxus das Reformationfest einmalig als arbeitsfreien Tag zu begehen. Martin Luther an allen Ecken und Enden, in jedem Buchladen türmen sich Bücher und Sonderhefte über den Reformator.
 
Aber von Luther sind mehr als 30 Hexenpredigten überliefert. Er glaubte an die Existenz von Hexen und forderte entschieden deren Verfolgung und Hinrichtung.
Die weltliche Obrigkeit wurde von Luther ausdrücklich dazu aufgefordert, die angeblichen Hexen schärfer zu bestrafen. Regierende in lutherischen Fürstentümern und Städten, Juristen und Theologen sind ihm darin gefolgt. In der Folge führten viele Fürsten, Territorien und Städte umfangreiche Hexenverfolgungen durch.

Heiner Geißler fragt "Wer trägt nun die Verantwortung für dieses Leid, für die Hexenverbrennung im Namen Gottes? - Ein Gott müsste auf die Schicksale und Geschichten der Menschen einwirken können. Entweder es gibt ihn und er tut es nicht, weil er nicht kann und nicht will - dann ist dies nicht ein Gott des Evangeliums - oder es gibt ihn nicht."
 
Meine 11-fache Urgroßmutter Irmula Straub geb. Krauss wurde 1615 in Sindelfingen als Hexe hingerichtet. Gerade deshalb interessiert mich dieses Thema in Zusammenhang mit dem landauf und landab gefeierten Reformator Martin Luther.
 
In Hexenpredigten schürten auch andere Theologen die Hexenangst und riefen zur Verfolgung von Hexen auf.
Luther forderte nicht nur die Tötung der Hexen, sondern auch mehrfach deren Folter und Feuertod, und das nicht nur für Schadenszauber, sondern auch, weil sie Umgang mit dem Teufel haben, ohne jeglichen Schaden anzurichten. Die enorme Vergrößerung des Kreises der potentiellen Angeklagten durch die Kriminalisierung des Aberglaubens war ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu den epidemischen Hexenverfolgungen der kommenden Jahrzehnte.

Und die Evangelische Kirche feiert ein ganzes Jahr lang ihren Luther und verdrängt auch diese Schandtaten, wie viele andere in den vergangenen Jahrhunderten. Aber wo bleibt dazu der Aufschrei unserer Profi-Feministinnen?

Zwischen 1450 und 1700 fand die große europäische Hexenjagd statt, ihren Höhepnkt erreichte sie zwischen 1550 und 1680. Von Schottland bis Siebenbürgen und von Spanien bis Finnland wurden Tausende Frauen systematisch gefoltert, hingerichtet, vorwiegend auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Der Missbrauch im Namen Gottes ist kein "Privileg" vergangener Jahrhunderte. Er ist hochmodern..... (Heiner Geißler)



Montag, 6. Februar 2017

Belrein von Eselsberg & Agnes von Bilversheim

Findet man auf unserem Planeten noch "Spuren" von seinen 24-fachen Urgroßeltern? Es sind nicht nur Spuren, es ist sogar das kleine Zisterzienserkloster Rechentshofen, das meine Vorfahren Belrein und Agnes um 1240 gegründet haben. Das abseits der Straße nach Häfnerhaslach gelegene ehemalige Nonnenkloster, seit gut 200 Jahren im Besitz des Hauses Württemberg, war in den vergangenen Monaten in den Schlagzeilen verschiedener Lokalzeitungen. Das Haus Württemberg bot das renovierungsbedürftige Kloster samt den dazugehörigen landwirtschaftlichen Nebengebäuden zum Verkauf an. Von etwa 30 Interessenten blieb am Ende nur ein Unternehmer aus Brackenheim übrig, der die Domäne Rechentshofen als Familiensitz nutzen wird.
Bevor Handwerker mit den Baumaschinen tätig werden habe ich das von der Hofkammer des Hauses Württemberg verkaufte Anwesen besichtigt. Leider nur außen, zu gern hätte ich einen Blick in die verschlossene Klosterkirche geworfen, in der meine Vorfahren bestattet wurden.

 
"Betreten und Befahren für Unbefugte verboten" - erlauben mir meine Vorfahren einen Blick auf die Klosteranlage zu werfen?
 
 
Eingang zum Klosterhof

 
Eingang zum Kloster

 
ein undefinierbares "Tier" an der großen Fassade
 
 
Brunnen mit Nebengebäude

 
das einzige Steinmetzkunstwerk das ich finden konnte,
leider sah ich keine Kopfsteine mit Initialen & Jahreszahlen

 
wann wurde diese alte Türe wohl zuletzt benützt ?

 
uralter dekorativer Eisenzaun um den Klostergarten herum
 
 
Belrein und Agnes lebten auf der benachbarten Eselsburg. Die Burganlage bestand ursprünglich aus einer ovalen Burg mit tiefem Ringgraben und vorgelegten Wällen, heute sind nur noch wenige Reste erhalten. Auf dem Fundament des Bergfrieds steht heute ein hölzerner Turm. Im Wald befindet sich noch der alte Burgbrunnen. (burgenarchiv.de) 

 

 
rekonstruierte Burg auf dem Eselsberg
 
 
 

Dienstag, 13. Dezember 2016

Ulrich von Ensingen - Ulricus Fissingen de Ulme

Ulrich Ensinger, auch Ulrich von Ensingen und Ulrich Fissingen de Ulme ist um 1350 in Oberensingen bei Nürtingen geboren und am 10. Februar 1419 in Straßburg verstorben. Er war nicht nur ein berühmter Baumeister der süddeutschen Gotik, er ist auch mein 19-facher Urgroßvater.

 
Der Münchner Bildhauer Hermann Lang schuf 1912 eine überlebensgroße Statue des Baumeisters, die im Ulmer Münster errichtet wurde.


Ulrich von Ensingen war der Stammvater der Werkmeisterfamilie Ensinger. Eine enge Beziehung zur Stadt Esslingen brachte für Ulrich der Bau der Frauenkirche mit sich. Er trat in die dortige Bauhütte als Geselle ein. In den Esslinger Steuerlisten ist er als Murer und Stainmetz nachgewiesen.
Er baute von 1392 bis 1417 am Ulmer Münster, wo er das bereits begonnene Langhaus bis in die halbe Höhe weiterführte. Sein Entwurf für den Münsterturm ist im Ulmer Stadtmuseum erhalten und ist eine der bedeutendsten gotischen Architekturzeichnungen. Von 1394 bis 1395 baute Ensinger am Mailänder Dom. Anno 1399 berief man ihn nach Straßburg, wo er bis zu seinem Tod den oktogonalen Nordturm auf der Plattform des Straßburger Münsters bis zum Ansatz des Helmes erbaute. Er lieferte 1414 den Entwurf für den Georgsturm des Basler Münsters, 1415 auch für den Westturm des Frankfurter Domes. - Keines seiner Werke wurde zu seinen Lebzeiten vollendet.


Der Turm des Straßburger Münsters, der zu den genialsten Turmkonstruktionen der Gotik gezählt wird, gilt als sein Meisterwerk, auch wenn die Vollendung auch hier erst nach seinem Tod geschah.


Freitag, 9. Dezember 2016

Bozen 1500 - Lorenz Schmidlin - Kempten 1555

Lorenz Schmidlin ist um 1500 in Bozen geboren, heiratete in Kempten/Allgäu Catharine Weidinger. Nachfahren seiner Kinder Johannes Schmidlin (1544 Kempten - 1594 Urach), Dekan in Urach und Catharina Schmidlin (1537 Kempten +nach 1572) sind meine Eltern. Dreizehn bzw. vierzehn Generationen nach Lorenz Schmidlin sind sich meine Eltern weit ab von Kempten begegnet und hatten an Weihnachten 1950 ihr erstes Date, ganz romantisch, im Pferdeschlitten durch verschneite Wälder.

Johannes und seine Nachfahren lebten in Urach, Leonberg, Dornstetten, Güglingen, Oberstenfeld und Murr. Sie waren Präzeptor (Lehrer), Stiftsküfer, Sternwirt, Schultheiß, Gerichtsverwandte, Metzger und Bauern.
Catharina heiratete den Klosterpräzeptor und Pfarrer Wilhelm Elenheinz aus Böblingen, sein Vater ist Balthasar Elenheinz, der erste evangelische Abt im Kloster Alpirsbach. Die Tochter Barbara heiratete Melchior Volz, den in Kirchenkreisen bekannten Abt des Klosters Maulbronn. Die Nachfahren von Lorenz Schmidlin in dieser Linie lebten in Kempten, Böblingen, Blaubeuren, Dürrmenz, Sindelfingen und Steinheim. Sie waren Äbte, Pfarrer, Amtsschreiber, Vogt, Gerichtsverwandte, Ratsbürgermeister, Sattler, Glaser und Bauern.

Es ist nicht selten, dass man denselben Vorfahren mehrmals im Stammbaum hat, dann sind es aber Ehen, die in den zurückliegenden Jahrhunderten auf demselben oder den umliegenden Dörfern geschlossen wurden. Hans Trautwein (1560 – 1634) ist in sechs Linien mein Vorfahre. Auch Rudolf von Hüsern (1515 – 1602) steht sechs mal im Stammbaum der vielen Häussermannvorfahren.
Dass sich aber Nachfahren nach dreizehn und vierzehn Generationen begegnen, sich auf den ersten Blick verlieben und heiraten, ist bei meinen Vorfahren (bisher) einmalig.

Lorenz Schmidlin hat Rechtstwissenschaften studiert, hielt 1531 in Kempten das Bürgerrecht, er war dort Gerichtsschreiber, Stadtschreiber und Schulherr. Zum Empfang Kaiser Karl V. in Kempten hielt Lorenz am 15. Juli 1543 eine Rede. 1545 reiste er in Sachen des Schmalkaldischen Bundes nach Augsburg, Ulm und Memmingen. - Im Jahr 1543 wird er zum Grafen Montfort abgeordnet, um ein Lehen zu empfangen.
 
Kaiser Karl V. - Gemälde von Tizian
 
Mich begeistern immer wieder meine Vorfahren, die vor Jahrhunderten zu den wenigen Menschen gehörten die damals lesen und schreiben konnten. Die späteren Äbte und Pfarrer haben schon in sehr jungen Jahren das Elternhaus verlassen um Klosterschulen zu besuchen und anschließend das Abitur und Studium der Theologie – meist in Tübingen – zu absolvieren. Vermutlich ging es ihnen auch wie Friedrich Schiller, der ab seinem 14. Lebensjahr die Hohe Karlsschule in Stuttgart besuchte und während seinen Schuljahren nie nach Hause kam. – Ey, was sind wir heute doch verhätschelt …. 

 

Montag, 28. November 2016

Kloster Rechentshofen - 1240

Ein erfolgreiches Ahnenforschungs-Wochenende ließ meinen Stammbaum um sehr viele Vorfahren 'wachsen', dabei gab es auch wieder einige Überraschungen. Von der bereits erwähnten Familie Zeller, deren namentlich bekannten Vorfahren bis ins Jahr 1500 nach Martinszell im Allgäu gehen, zweigt eine Linie ab, die zu den Herren von Gaisberg und den Vorarlberger Grafen Montfort bis zu dem Gründerehepaar des Klosters Rechentshofen gehen.
Das Kloster Rechentshofen (Marienkron) wurde um 1240 von dem edelfreien Belrein von Eselsberg und seiner Frau Agnes von Bilversheim gegründet. Das Klosterleben im Nonnenkloster des Zisterzienserordens endete 1564 im Zuge der Reformation in Württemberg. Seit 1648 ist das ehemalige Kloster württembergische Domäne.
 
 
 
Kloster Rechentshofen - seit 1648 württembergische Domäne
aus dem Forstlagerbuch von Andreas Kieser anno 1684
 

Der Anlass für die Klostergründung dürfte die Sorge um das persönliche Seelenheil mit entsprechender Grablege und die Versorgung einer Eselsberg-Tochter den ohne männlichen Nachkommen gebliebenen Stifter zur Klostergründung bewogen haben. Belreins Tochter Berchtrad wurde denn auch Äbtissin des Klosters, das als Grablege ihrer Eltern und später auch der Familie ihrer mit Graf Konrad von Vaihingen verheirateten Schwester Agnes dienen sollte.
 
 

Samstag, 26. November 2016

1578 - Magister Ernestus Bloß - 1634

Ernst Bloß, geboren um 1578 in Hornberg (Schwarzwald) besuchte die Klosterschule in Bebenhausen. Das 1595 an der Universität Tübingen begonnene Theologiestudium schloss er 1598 mit der Magisterprüfung ab.

 
Closter Bebenhausen anno 1683
Forstlagerbuch Andreas Kieser

Im Kloster Adelberg war Ernst Bloß von 1600 bis 1604 Präzeptor und zugleich Pfarrer in Hundsholz, er wechselte zu den Pfarrstellen nach Oberurbach (1604), nach Beinstein (1611) und Steinheim an der Murr (1632).
Im Jahr 1634 brannten feindliche Truppen das Steinheimer Rathaus ab. Pfarrer Ernst Bloß und mein Vorfahre Bürgermeister Hans Trautwein, die sich schützend vor die Kirche stellten, wurden misshandelt und ermordet. In der Kirche wurde Feuer gelegt.

Im Landeskirchlichen Archiv findet man dazu diesen Eintrag:
Den 17. Sept 1634 ist M. Ernestus Bloß, Pfarrer zur Marck Steinheim, von den kayserlichen Soldaten hart geängstigt, doch endlich vom Feld heimgebracht worden. Man fand an seinem Hals ringsherum ein Zeichen, als wäre er an einem Strick gehangen gewesen, und er starb den 17. Sept. nachts um 11 Uhr aetatis 56 annorum."

Wer württembergische Pfarrer und Äbte zu seinen Vorfahren zählt, findet über sie umfangreiche Informationen bei Württembergische Kirchengeschichte online. 'WKGO' ist ein Projekt vom Archiv Zentralbibliothek der Landeskirche, vom Verein für württembergische Landesgeschichte und der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.



1619 - Pfarrer Johannes Spring - 1700

Der am 16. April 1619 in Urach geborene Pfarrer Johannes Spring ist mein 9-facher Urgroßvater. Er ist der Sohn des Uracher Amtspflegers Johann Adam Spring und seiner aus Münsingen stammenden Ehefrau Margarete Neuffer.
Johannes hat in Tübingen studiert, war Fuggerscher Präfekt in Stettenfels, Pfarrer in Oberstenfeld und von 1657 bis Georgii 1700 Pfarrer in Murr. Vier Monate nach Beginn seines Ruhestandes verstarb er am 27. August 1700 in Steinheim an der Murr.

 
Gedenktafel für Pfarrer Johannes Spring
Evangelische Martinskirche in Steinheim an der Murr
 
Ich wurde in der Martinskirche getauft, ging dort zur Kinderkirche und wurde auch in dieser Kirche konfirmiert. Seit Jahrzehnten komme ich an der Martinskirche vorbei und habe nie von dieser Gedenktafel Notiz genommen. Am vergangenen Volkstrauertag fotografierte ich die Gedenktafel für die gefallenen und vermissten Soldaten des 1. Weltkrieges neben dem Kirchenportal. Ohne zu wissen wer dieser Johannes Spring ist, habe ich auch diese Gedenktafel auf der Nordseite der Kirche fotografiert.
Per Zufall, wie so oft bei der Ahnenforschung, kam ich erst vor einigen Tagen zu der Familie Spring, die auch Vorfahren des Schriftstellers Hermann Hesse sind.
 
 


Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne...

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben - ist eine Zeile aus dem Gedicht 'Stufen' von Hermann Hesse.

 
Herman Hesse
Schriftsteller - Dichter - Maler
* 2. Juli  1877 in Calw, Königreich Württemberg
+9. August 1962 in Montagnola, Kanton Tessin, Schweiz
 
Hans David Ziegler (1640 Güglingen - 1693 Oberstenfeld), Stiftsküfer, Wirt und Schultheiß aus Oberstenfeld und Sibylla Catharina (ca. 1652 Oberstenfeld - 1717 Oberstenfeld), Tochter des Pfarrers Johannes Spring (1619 Urach - 1700 Steinheim), sind meine 8-fachen Urgroßeltern und zugleich die 5-fachen Urgroßeltern des württembergischen Schriftstellers Hermann Hesse.
Sibylla Catharinas Vater hat in Tübingen Theologie studiert, war Fuggerscher Präfekt in Stettenfels und Pfarrer in den Kirchengemeinden Oberstenfeld und Murr.
 
Zu unseren gemeinsamen Vorfahren gehört auch die große und berühmte Pfarrfamilie Zeller die bis zu Konrad Zeller, geboren um 1500 in Martinszell im Allgäu, zurückverfolgt werden kann.
 
 


Montag, 31. Oktober 2016

Ein feste Burg ist unser Gott - Lutherjahr

Heute beginnt das Lutherjahr, das am 31. Oktober 2017 mit einem "Sonderfeiertag" für uns Baden-Württemberger endet. - Zu Beginn des 500-jährigen Reformationsjubiläums haben die evangelische Kirche Großbottwar und die Bottwartaler Winzer jetzt einen Luther-Wein kreiert. Die angebotene Cuvée ist limitiert. Die Nachfrage ist groß, deshalb hielt ich heute bei der Fahrt durch's Bottwartal an der Kellerei und erwarb einen Karton mit 6 Flaschen Luther-Wein,
Die Cuvée enthält Spätburgunder, Schwarzriesling, Trollinger, Acolon und Cabernet Mitos. Aromen von Pflaume, Schwarzkirsche und Brombeere liegen in der Luft. Feine, gut integrierte Tannine halten die Erinnerung an dieses Genusserlebnis noch lange wach. Ein Allrounder ... er passt zu Pasta, Braten, Pizza sowie zu Party und Genuss.
 
 
Das Etikett ziert Martin Luthers Konterfei aus der Feder des Malers Lucas Cranach und die Wartburg.
 
 


Montag, 3. Oktober 2016

Familie Ziegler vom Grünenberg

Lammbraten mit Bratkartoffeln und Jägerschnitzel mit Spätzle gab es zu Mittag auf dem Grünenberg, einem Weiler oberhalb von Gingen an der Fils, dort wo einst meine Vorfahren Ziegler lebten und in der nahegelegenen Lehmgrube arbeiteten. Mehrere Generationen arbeiteten auf dem Grünenberg als Ziegler, vermutlich wurde deshalb mit der flächendeckenden Einführung der Nachnamen im 15. Jahrhundert der Beruf einfach zum Familiennamen.

 
Wandmalerei im Landgasthof Grünenberg

 
idyllischer Bauerngarten in Grünenberg
 
 
Wanderweg zur früheren Lehmgrube und heutigem Amphibienschutzgebiet 'Turm'
 
 
Früher wurde an dieser Stelle in der tiefen wasserundurchlässigen Lehmschicht der Rohstoff für die ehemalige Ziegelei Grünenberg abgebaut.
 
 
 
 
Heute leben im Amphibienschutzgebiet Heidelibellen, Schillerfalter, Schwanzmeisen, Wespenspinnen, Ringelnattern, Frösche, Bergmolche, Wasserspinnen .....
 
Maria Ziegler, meine 8-fache Urgroßmutter und Ehefrau von Georg Albrecht aus Kuchen, ist um 1590 auf dem Grünenberg geboren. Die Ahnenliste der auf dem Grünenberg geborenen Ziegler geht noch 5 weitere Generationen zurück. Über Michael, Johannes, Michael, Veltin zu meinem 13-fachen Urgroßvater Bartholomä Ziegler, der um 1450 geboren ist.
 
Grünenberg gehört zu der an der Fils liegenden Pfarrgemeinde Gingen. Getauft wurden die Zieglers in der dortigen spätgotischen Johanneskirche. Die Freie Reichsstadt Ulm leitete in ihrem Gebiet – und damit auch in Gingen – 1531 die Reformation ein.
 
 
Johanneskirche Gingen an der Fils

 
Fenster der Johanneskirche
 
 
DCCCCLXXXIIII
Die Weiheinschrift über der Nordpforte vom 1. Februar 984 ist die älteste datierte Kircheninschrift Deutschlands (nach dionysischer Zeitrechnung).

 
 
Grabstein an der Außenmauer der Kirche
'Hier ruhen Margarethe und Marie Hagenmaier'